Besondere IT-Anforderungen in der Pflegebranche
Pflegedienste arbeiten täglich mit hochsensiblen Gesundheitsdaten – und stehen gleichzeitig unter erheblichem Betriebsdruck. Ausfälle der IT treffen nicht nur den Verwaltungsablauf, sondern können direkt die Pflegequalität beeinträchtigen. Die regulatorischen Anforderungen sind entsprechend hoch: DSGVO, SGB XI und spezifische Dokumentationspflichten nach dem Pflegeberufegesetz setzen klare technische und organisatorische Mindeststandards.
Hinzu kommt die mobile Komponente: Pflegekräfte dokumentieren zunehmend digital am Bett – über Tablets oder Smartphones, die über WLAN oder mobile Datenverbindungen mit dem zentralen Pflegesystem kommunizieren. Diese Geräte müssen sicher konfiguriert, zentral verwaltbar und im Verlustfall aus der Ferne löschbar sein. Gleichzeitig müssen Schnittstellen zu Dienstplanungs- und Abrechnungssoftware stabil und zuverlässig funktionieren.
Für kirchlich getragene Pflegedienste – etwa unter dem Dach der Diakonie – gelten zusätzlich die Anforderungen des EKD-Datenschutzgesetzes, das in mehreren Punkten über die DSGVO hinausgeht und eigene technische Schutzmaßnahmen verlangt.
Unsere IT-Lösungen für Pflegedienste
Informationssicherheit nach BSI-Grundschutz-Methodik
Wir strukturieren Ihr IT-Sicherheitskonzept orientiert am BSI-Grundschutz. Das bedeutet: systematische Risikoanalyse, definierte Schutzbedarfsfeststellung für alle relevanten IT-Systeme und Geschäftsprozesse sowie praxistaugliche technische und organisatorische Maßnahmen. Das Ergebnis ist ein dokumentiertes Sicherheitskonzept, das Sie gegenüber Prüfern, Kostenträgern und Datenschutzbehörden belastbar nachweisen können. Details zu unserer Vorgehensweise finden Sie auf unserer Seite zu Enterprise-Sicherheitsstandards.
Datenschutz nach EKD-Datenschutzgesetz
Für Einrichtungen unter kirchlicher Trägerschaft richten wir die IT-Infrastruktur nach den Anforderungen des EKD-Datenschutzgesetzes (EKD-DSG) aus. Dies umfasst unter anderem die Einschränkung von Datenverarbeitungspfaden, verschlüsselte Kommunikation und die Dokumentation von Verarbeitungstätigkeiten. Unser Geschäftsführer Sebastian Fürstmann ist zertifizierter Datenschutzbeauftragter und berät Sie gemeinsam mit dem Team auch in datenschutzrechtlichen Fragen. Mehr dazu auf unserer Seite Datenschutz & Compliance.
DSGVO-konforme Cloud-Lösungen: Nextcloud und Microsoft 365
Wir konfigurieren Ihre Cloud-Umgebung so, dass personenbezogene Daten ausschließlich in deutschen oder EU-Rechenzentren verarbeitet werden. Ob Nextcloud als selbst gehostete Plattform für interne Kommunikation und Dokumentenaustausch oder Microsoft 365 mit Teams und SharePoint für die Teamkommunikation – wir stellen sicher, dass die Konfiguration den Anforderungen der DSGVO entspricht und alle Verarbeitungsverträge (AVV) korrekt abgeschlossen sind. Mehr zu Cloud-Lösungen finden Sie hier: Cloud-Lösungen.
Mobile Device Management für Pflege-Tablets
Zentrale Geräteverwaltung über MDM-Systeme (z. B. Microsoft Intune) ermöglicht es Ihnen, alle Tablets und Smartphones Ihres Pflegedienstes richtlinienkonform zu konfigurieren, zu überwachen und im Notfall zu sperren oder zu löschen. Wir übernehmen Einrichtung, Rollout und laufende Verwaltung – damit Ihre Pflegekräfte sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Mehr auf unserer Seite zu Mobile Device Management.
Pflegesoftware: IT-Integration und Betrieb
Die führenden Softwaresysteme in der ambulanten und stationären Pflege – darunter Medifox DAN, Snap sowie weitere Lösungen für Pflegedokumentation und Dienstplanung – stellen spezifische Anforderungen an die unterliegende IT-Infrastruktur. Wir kennen diese Anforderungen aus der Praxis und stellen sicher, dass:
- Datenbankserver stabil laufen und regelmäßig gesichert werden
- Netzwerkverbindungen die erforderliche Bandbreite und Stabilität bieten
- Drucker, Scanner und Peripherie korrekt eingebunden sind
- Software-Updates eingespielt werden, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen
- Schnittstellen zu Abrechnungssystemen und Krankenkassen-Portalen funktionieren
Bei Problemen koordinieren wir direkt mit dem jeweiligen Softwarehersteller – Sie haben einen einzigen Ansprechpartner für die gesamte IT-Kette.
IT-Fördermittel für Pflegedienste nutzen
§ 8 Abs. 8 SGB XI – bis zu 12.000 € pro Einrichtung
Seit 2019 können zugelassene Pflegeeinrichtungen einmalig bis zu 12.000 € (40 % der förderfähigen Kosten) für digitale Infrastrukturmaßnahmen bei den Pflegekassen beantragen. Förderfähig sind unter anderem Hardware für die mobile Pflegedokumentation, Netzwerkausstattung, Datenschutz- und IT-Sicherheitsmaßnahmen sowie Schulungen. Wir stellen Ihnen die notwendige Projektbeschreibung und Kostenkalkulation bereit, die für den Antrag benötigt wird.
BIG-Digital Brandenburg
Das Brandenburger Förderprogramm BIG-Digital unterstützt kleine und mittlere Unternehmen – darunter auch Pflegedienste – bei Digitalisierungsvorhaben. In Kombination mit der SGB-XI-Förderung lässt sich die Eigenbelastung für IT-Investitionen erheblich reduzieren. Unser Team hilft Ihnen bei der Prüfung der Förderfähigkeit und der Antragstellung. Mehr dazu auf unserer Seite IT-Fördermittel.
Unsere Kunden in der Pflegebranche
Fürstmann.IT betreut seit Jahren mehrere Pflegedienste in der Uckermark und Brandenburg. Zu unseren langjährigen Kunden zählen:
- Pflegedienst Hinz GmbH – IT-Vollbetreuung inkl. Medifox-Integration, MDM-Rollout und DSGVO-Dokumentation
- Pflegedienst Bastian Kempa – Netzwerkausbau, sichere mobile Dokumentation und Microsoft 365
- Pflegedienst Kügler – IT-Sicherheitskonzept nach BSI-Grundschutz-Methodik und laufende IT-Betreuung
Diese Einrichtungen vertrauen auf unsere Expertise – nicht weil wir die günstigsten sind, sondern weil wir die Sprache der Pflege sprechen und verstehen, was es bedeutet, wenn die IT in einem laufenden Betrieb ausfällt.
Häufige Fragen zur IT-Betreuung von Pflegediensten
Welche Förderung können Pflegedienste für IT-Investitionen nutzen?
Ambulante und stationäre Pflegedienste können nach § 8 Abs. 8 SGB XI bis zu 12.000 € pro Einrichtung für digitale Infrastrukturmaßnahmen beantragen. Ergänzend dazu gibt es in Brandenburg das Förderprogramm BIG-Digital, das KMU bei Digitalisierungsvorhaben unterstützt. Fürstmann.IT begleitet Sie bei der Antragstellung und stellt die notwendige Projektdokumentation bereit.
Ist Medifox und Snap IT-seitig aufwendig zu betreuen?
Pflegesoftware wie Medifox DAN, Snap oder ähnliche Systeme benötigen eine sorgfältig konfigurierte IT-Infrastruktur: stabile Netzwerkverbindungen, korrekt eingerichtete Drucker und Scanner, regelmäßige Datenbankpflege sowie zuverlässige Backup-Prozesse. Wir übernehmen die vollständige IT-Betreuung dieser Systeme – von der Erstinstallation bis zum laufenden Betrieb – und koordinieren bei Bedarf direkt mit dem Softwarehersteller.
Was bedeutet DSGVO-konforme mobile Dokumentation für Pflegedienste?
Pflegekräfte nutzen Tablets oder Smartphones für die mobile Pflegedokumentation. Damit personenbezogene Gesundheitsdaten sicher bleiben, sind technische Maßnahmen zwingend: Mobile Device Management (MDM) für zentrale Geräteverwaltung, verschlüsselte Datenübertragung, automatische Bildschirmsperren und die Möglichkeit zum Fernlöschen bei Geräteverlust. Wir richten diese Maßnahmen ein und dokumentieren sie revisionssicher für Ihre DSGVO-Nachweispflicht.