Warum wir auf Open Source setzen – und was Sie davon haben
Viele IT-Dienstleister verdienen am Weiterverkauf von Lizenzen: Je mehr Abos Sie abschließen, desto besser für den Dienstleister. Wir haben uns bewusst anders aufgestellt. Wo immer es fachlich die beste Wahl ist, setzen wir auf quelloffene Software – nicht aus Ideologie, sondern weil es in Ihrem Interesse liegt. Die Gründe lassen sich sachlich benennen:
1. Kosten, die nicht mit Ihnen mitwachsen
Kommerzielle Unternehmenssoftware wird fast immer pro Nutzer, pro Gerät oder pro Postfach lizenziert. Stellen Sie fünf Mitarbeitende ein, steigt die Software-Rechnung automatisch mit – Jahr für Jahr. Quelloffene Werkzeuge kennen diese Kopplung nicht: Ob 10 oder 50 Nutzer, die Software selbst kostet nichts extra. Ihr Budget fließt in Einrichtung und verlässlichen Betrieb statt in Abo-Gebühren – und genau diese Betreuung kalkulieren wir transparent in unseren Betreuungspaketen.
2. Kein Vendor-Lock-in – Sie bleiben wechselfähig
Wer Daten in proprietäre Systeme gibt, kommt oft nur schwer wieder heraus: geschlossene Formate, Export-Hürden, Preiserhöhungen, denen man ausgeliefert ist. Open-Source-Software arbeitet mit offenen Standards und Formaten – Ihre Daten bleiben migrierbar. Das gilt übrigens konsequent zu Ende gedacht auch für uns: Weil wir auf offene Werkzeuge setzen, könnte jeder fachkundige IT-Dienstleister Ihre Umgebung übernehmen. Sie bleiben bei uns, weil die Zusammenarbeit überzeugt – nicht, weil ein Wechsel technisch unmöglich wäre. Wir dokumentieren Ihre Systeme so, dass diese Freiheit real ist.
3. Datenhoheit und Datenschutz
Unsere Open-Source-Lösungen betreiben wir auf Ihrer eigenen Infrastruktur oder bei deutschen Hostern – Ihre Daten verlassen den kontrollierten Bereich nicht. Für Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen mit besonders schützenswerten Daten ist das häufig der entscheidende Punkt. Die datenschutzrechtliche Ausgestaltung übernehmen wir als IHK-zertifizierter Datenschutzbeauftragter über den Bereich Datenschutz & Compliance.
4. Transparenz ist ein Sicherheitsmerkmal
Bei quelloffener Software kann jeder den Programmcode prüfen – und bei den von uns eingesetzten Projekten tun das große, aktive Communities und professionelle Entwicklerteams täglich. Schwachstellen werden gefunden und geschlossen, statt jahrelang unentdeckt in einer Blackbox zu schlummern. Verlässlichkeit entsteht dabei durch Auswahl: Wir setzen ausschließlich etablierte Projekte mit langer Historie und breiter Nutzerbasis ein, keine Experimente.
Unser Open-Source-Werkzeugkasten
- Proxmox VE – Virtualisierung: Ihre Serverlandschaft auf einer Plattform, mit Cluster, Snapshots und integriertem Backup
- opsi – Client-Management aus Deutschland: automatische Windows-Installation, Softwareverteilung, Inventarisierung
- OpenVPN – sichere Zugänge für Homeoffice und Standorte, mit Multi-Faktor-Authentifizierung inklusive
- Bitwarden – Passwortverwaltung für Teams, DSGVO-konform
- Nextcloud – Dateiablage und sicherer Datenaustausch auf eigener Infrastruktur
- Paperless-ngx – Dokumentenmanagement mit OCR-Volltextsuche, auch für empfangene E-Rechnungen
- Open Archiver – revisionssichere E-Mail-Archivierung mit Microsoft-365-Anbindung
Ehrlich bleiben: Open Source ist nicht „gratis“ – und nicht immer die Antwort
Zwei Dinge sagen wir jedem Kunden offen. Erstens: Quelloffene Software kostet keine Lizenzen, aber sie will professionell eingerichtet, absichert und betrieben werden – diese Verantwortung übernehmen wir im Rahmen Ihres Servicevertrags, inklusive Updates, Monitoring und Backup. Zweitens: Open Source ist kein Selbstzweck. Wo ein kommerzielles Produkt schlicht besser ist, empfehlen wir es auch – Word, Excel und Outlook bleiben bei Microsoft 365, und mobile Geräte verwalten wir mit Microsoft Intune. Das Ergebnis ist keine Glaubensfrage, sondern der beste Werkzeugmix für Ihren Betrieb.
So kommen Open-Source-Lösungen zu Ihnen
1. Bedarfsanalyse
Wir klären, welche Aufgabe gelöst werden soll – erst dann stellt sich die Frage nach dem Werkzeug.
2. Werkzeug-Wahl
Wir empfehlen etablierte Projekte mit aktiver Community und langer Historie – quelloffen oder kommerziell, je nachdem, was besser passt.
3. Einführung
Installation, Absicherung und Einbindung in Ihre Umgebung – inklusive Datenübernahme und Einweisung.
4. Betrieb
Updates, Monitoring und Backup laufen im Servicevertrag; Sie nutzen, wir verantworten.
5. Exit-Fähigkeit
Wir dokumentieren so, dass Ihre Daten und Systeme migrierbar bleiben – Wechselfreiheit ist Teil des Konzepts.
Häufig gestellte Fragen
Ja – bei richtiger Auswahl und richtigem Betrieb. Die von uns eingesetzten Projekte werden von großen Communities und professionellen Teams gepflegt; der offene Quellcode macht Schwachstellen auffindbar statt sie zu verstecken. Entscheidend ist der professionelle Betrieb mit zeitnahen Updates – den übernehmen wir.
Die Software selbst verursacht keine Lizenzkosten – auch nicht bei wachsender Nutzerzahl. Kosten entstehen für Einrichtung und laufenden Betrieb, die wir transparent im Servicevertrag kalkulieren. Unterm Strich ist das für die meisten KMU deutlich günstiger als Abo-Modelle pro Nutzer.
Wir. Sie haben einen Vertragspartner mit Gesamtverantwortung – Fürstmann.IT betreibt die Lösungen, spielt Updates ein und hilft bei Störungen. Sie sind nie auf ein Community-Forum angewiesen.
Sehr gut – das ist unser Standard-Setup. Microsoft 365 bleibt für Office und E-Mail gesetzt; quelloffene Werkzeuge ergänzen es dort, wo Datenhoheit und Kostenkontrolle zählen. Open Archiver bindet Microsoft 365 sogar direkt über die Graph-API an.
Dann nehmen Sie Ihre Systeme mit. Offene Standards, migrierbare Daten und unsere Dokumentation sorgen dafür, dass jeder fachkundige Dienstleister übernehmen könnte. Diese Wechselfreiheit ist bei uns Teil des Konzepts – Kundenbindung durch Leistung, nicht durch Abhängigkeit.